schlammiger Weg

Voraus- oder direkt vor die Füsse schauen

Voraus- oder direkt vor die Füße schauen?

Am 2. Januar war ich für meinen verspäteten Neujahrsspaziergang auf schlammigen Pfaden unterwegs. Nach dem wochenlangen Regen war der Weg durch das Naturschutzgebiet La Grande Cariçaie am Neuenburgersee stark aufgeweicht und vor lauter Pfützen nur im Slalom begehbar. Ich konnte wählen, entweder weitsichtig voraus- oder vorsichtig direkt vor meine Füsse zu schauen.

Eine interessante Wahl zwischen zwei Strategien, die mich zum Nachdenken anregte:

Ich konnte weitsichtig laufen, den Blick immer wieder heben und nach vorne auf den nächsten Streckenabschnitt schauen. Dadurch gelang es mir mehrfach, frühzeitig auf eine gut begehbare Spur wechseln. So kam ich zügig voran, ohne anhalten zu müssen.

Denn ich stand nicht plötzlich vor einer unüberschreitbaren Pfütze und musste nicht erst dann einen besseren Weg suchen. Dafür rutschte ich aber einige Male aus, weil ich eine kleine Matschrille direkt vor mir nicht rechtzeitig erkannt hatte.

Oder ich konnte mich immer nur auf den nächsten Schritt konzentrieren und meine Aufmerksamkeit direkt vor meinen Füssen bündeln. Dadurch hatte ich genau im Blick, was direkt vor meinen Füssen lag und vermied Stolpern und Ausrutschen.

Allerdings zu dem Preis, dass ich ab und zu plötzlich vor einem Wegabschnitt stand, der nicht passierbar war. Dann musste ich nach einem anderen Weg suchen und manchmal sogar nochmal umkehren, um auf eine begehbare Spur zu wechseln.

Beides waren gute Strategien und beide waren wirksam und berechtigt – im richtigen Moment …

 

Welches ist deine favorisierte Strategie? Und welche Ergebnisse erzeugst du damit?

 

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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